Artikel 18

Recht auf EinschrÀnkung der Verarbeitung

(1)   Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen die EinschrÀnkung der Verarbeitung zu verlangen, wenn eine der folgenden Voraussetzungen gegeben ist:

  • a) die Richtigkeit der personenbezogenen Daten von der betroffenen Person bestritten wird, und zwar fĂŒr eine Dauer, die es dem Verantwortlichen ermöglicht, die Richtigkeit der personenbezogenen Daten zu ĂŒberprĂŒfen,
  • b) die Verarbeitung unrechtmĂ€ĂŸig ist und die betroffene Person die Löschung der personenbezogenen Daten ablehnt und stattdessen die EinschrĂ€nkung der Nutzung der personenbezogenen Daten verlangt;
  • c) der Verantwortliche die personenbezogenen Daten fĂŒr die Zwecke der Verarbeitung nicht lĂ€nger benötigt, die betroffene Person sie jedoch zur Geltendmachung, AusĂŒbung oder Verteidigung von RechtsansprĂŒchen benötigt, oder
  • d) die betroffene Person Widerspruch gegen die Verarbeitung gemĂ€ĂŸ Artikel 21 Absatz 1 eingelegt hat, solange noch nicht feststeht, ob die berechtigten GrĂŒnde des Verantwortlichen gegenĂŒber denen der betroffenen Person ĂŒberwiegen.
  • (2)   Wurde die Verarbeitung gemĂ€ĂŸ Absatz 1 eingeschrĂ€nkt, so dĂŒrfen diese personenbezogenen Daten — von ihrer Speicherung abgesehen — nur mit Einwilligung der betroffenen Person oder zur Geltendmachung, AusĂŒbung oder Verteidigung von RechtsansprĂŒchen oder zum Schutz der Rechte einer anderen natĂŒrlichen oder juristischen Person oder aus GrĂŒnden eines wichtigen öffentlichen Interesses der Union oder eines Mitgliedstaats verarbeitet werden.
  • (3)   Eine betroffene Person, die eine EinschrĂ€nkung der Verarbeitung gemĂ€ĂŸ Absatz 1 erwirkt hat, wird von dem Verantwortlichen unterrichtet, bevor die EinschrĂ€nkung aufgehoben wird.