Artikel 27

Vertreter von nicht in der Union niedergelassenen Verantwortlichen oder Auftragsverarbeitern

  • (1)   In den FĂ€llen gemĂ€ĂŸ Artikel 3 Absatz 2 benennt der Verantwortliche oder der Auftragsverarbeiter schriftlich einen Vertreter in der Union.
  • (2)   Die Pflicht gemĂ€ĂŸ Absatz 1 des vorliegenden Artikels gilt nicht fĂŒr
  • a) eine Verarbeitung, die gelegentlich erfolgt, nicht die umfangreiche Verarbeitung besonderer Datenkategorien im Sinne des Artikels 9 Absatz 1 oder die umfangreiche Verarbeitung von personenbezogenen Daten ĂŒber strafrechtliche Verurteilungen und Straftaten im Sinne des Artikels 10 einschließt und unter BerĂŒcksichtigung der Art, der UmstĂ€nde, des Umfangs und der Zwecke der Verarbeitung voraussichtlich nicht zu einem Risiko fĂŒr die Rechte und Freiheiten natĂŒrlicher Personen fĂŒhrt, oder
  • b) Behörden oder öffentliche Stellen.
  • (3)   Der Vertreter muss in einem der Mitgliedstaaten niedergelassen sein, in denen die betroffenen Personen, deren personenbezogene Daten im Zusammenhang mit den ihnen angebotenen Waren oder Dienstleistungen verarbeitet werden oder deren Verhalten beobachtet wird, sich befinden.
  • (4)   Der Vertreter wird durch den Verantwortlichen oder den Auftragsverarbeiter beauftragt, zusĂ€tzlich zu diesem oder an seiner Stelle insbesondere fĂŒr Aufsichtsbehörden und betroffene Personen bei sĂ€mtlichen Fragen im Zusammenhang mit der Verarbeitung zur GewĂ€hrleistung der Einhaltung dieser Verordnung als Anlaufstelle zu dienen.
  • (5)   Die Benennung eines Vertreters durch den Verantwortlichen oder den Auftragsverarbeiter erfolgt unbeschadet etwaiger rechtlicher Schritte gegen den Verantwortlichen oder den Auftragsverarbeiter selbst.