Artikel 38

Stellung des Datenschutzbeauftragten

  • (1)   Der Verantwortliche und der Auftragsverarbeiter stellen sicher, dass der Datenschutzbeauftragte ordnungsgemĂ€ĂŸ und frĂŒhzeitig in alle mit dem Schutz personenbezogener Daten zusammenhĂ€ngenden Fragen eingebunden wird.
  • (2)   Der Verantwortliche und der Auftragsverarbeiter unterstĂŒtzen den Datenschutzbeauftragten bei der ErfĂŒllung seiner Aufgaben gemĂ€ĂŸ Artikel 39, indem sie die fĂŒr die ErfĂŒllung dieser Aufgaben erforderlichen Ressourcen und den Zugang zu personenbezogenen Daten und VerarbeitungsvorgĂ€ngen sowie die zur Erhaltung seines Fachwissens erforderlichen Ressourcen zur VerfĂŒgung stellen.
  • (3)   Der Verantwortliche und der Auftragsverarbeiter stellen sicher, dass der Datenschutzbeauftragte bei der ErfĂŒllung seiner Aufgaben keine Anweisungen bezĂŒglich der AusĂŒbung dieser Aufgaben erhĂ€lt. Der Datenschutzbeauftragte darf von dem Verantwortlichen oder dem Auftragsverarbeiter wegen der ErfĂŒllung seiner Aufgaben nicht abberufen oder benachteiligt werden. Der Datenschutzbeauftragte berichtet unmittelbar der höchsten Managementebene des Verantwortlichen oder des Auftragsverarbeiters.
  • (4)   Betroffene Personen können den Datenschutzbeauftragten zu allen mit der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten und mit der Wahrnehmung ihrer Rechte gemĂ€ĂŸ dieser Verordnung im Zusammenhang stehenden Fragen zu Rate ziehen.
  • (5)   Der Datenschutzbeauftragte ist nach dem Recht der Union oder der Mitgliedstaaten bei der ErfĂŒllung seiner Aufgaben an die Wahrung der Geheimhaltung oder der Vertraulichkeit gebunden.
  • (6)   Der Datenschutzbeauftragte kann andere Aufgaben und Pflichten wahrnehmen. Der Verantwortliche oder der Auftragsverarbeiter stellt sicher, dass derartige Aufgaben und Pflichten nicht zu einem Interessenkonflikt fĂŒhren.