Artikel 88

Datenverarbeitung im BeschÀftigungskontext

  • (1)   Die Mitgliedstaaten können durch Rechtsvorschriften oder durch Kollektivvereinbarungen spezifischere Vorschriften zur GewĂ€hrleistung des Schutzes der Rechte und Freiheiten hinsichtlich der Verarbeitung personenbezogener BeschĂ€ftigtendaten im BeschĂ€ftigungskontext, insbesondere fĂŒr Zwecke der Einstellung, der ErfĂŒllung des Arbeitsvertrags einschließlich der ErfĂŒllung von durch Rechtsvorschriften oder durch Kollektivvereinbarung en festgelegten Pflichten, des Managements, der Planung und der Organisation der Arbeit, der Gleichheit und DiversitĂ€t am Arbeitsplatz, der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, des Schutzes des Eigentums der Arbeitgeber oder der Kunden sowie fĂŒr Zwecke der Inanspruchnahme der mit der BeschĂ€ftigung zusammenhĂ€ngenden individuellen oder kollektiven Rechte und Leistungen und fĂŒr Zwecke der Beendigung des BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnisses vorsehen.
  • (2)   Diese Vorschriften umfassen angemessene und besondere Maßnahmen zur Wahrung der menschlichen WĂŒrde, der berechtigten Interessen und der Grundrechte der betroffenen Person, insbesondere im Hinblick auf die Transparenz der Verarbeitung, die Übermittlung personenbezogener Daten innerhalb einer Unternehmensgruppe oder einer Gruppe von Unternehmen, die eine gemeinsame WirtschaftstĂ€tigkeit ausĂŒben, und die Überwachungssysteme am Arbeitsplatz.
  • (3)   Jeder Mitgliedstaat teilt der Kommission bis zum 25. Mai 2018 die Rechtsvorschriften, die er aufgrund von Absatz 1 erlĂ€sst, sowie unverzĂŒglich alle spĂ€teren Änderungen dieser Vorschriften mit.